Funk ist nicht WLAN
Der häufigste Irrtum lautet „Funk = WLAN“. Professionelle Alarm-Funktechnik hat mit Ihrem heimischen WLAN aber nichts zu tun – technisch, sicherheitstechnisch und in der Zuverlässigkeit.
Der Kern: Profi-Alarmfunk arbeitet auf einem eigenen, überwachten Sub-GHz-Band (z. B. 868 MHz), bidirektional und verschlüsselt. WLAN ist ein universelles Datennetz auf 2,4/5 GHz – nicht für Sicherheitsmeldungen ausgelegt.
Systeme wie Jablotron, Satel (ABAX), Ajax (Jeweller) oder Ksenia nutzen ein dediziertes Funkband (z. B. 868 MHz) mit herstellereigenem Protokoll. Kennzeichen: bidirektionale Kommunikation (jede Meldung wird quittiert), Frequenz-/Kanalwechsel gegen Störungen, sehr geringer Stromverbrauch (Batterielaufzeiten von mehreren Jahren) und eine permanente Überwachung jeder einzelnen Komponente.
Das 2,4-GHz-Band ist überfüllt (Router, Smart-Home, Nachbarn), WLAN-Funk verbraucht viel Strom und ist nicht auf lückenlose Sicherheits-Überwachung ausgelegt. Billiganlagen setzen oft ausschließlich auf WLAN und Cloud – ein einzelner, leicht störbarer Weg. Fällt Router, Internet oder Strom aus oder wird das WLAN gestört, ist die „Anlage“ blind, häufig ohne dass es jemand merkt.
Profisysteme verschlüsseln die Funkkommunikation (z. B. AES) und schützen mit rollierenden Codes gegen das Mitschneiden und Wiedereinspielen von Befehlen („Replay“). So kann ein Angreifer weder mithören noch einen aufgezeichneten „Unscharf“-Befehl erneut senden. Bei ungesicherten Billiganlagen ist genau das eine reale Schwachstelle.
| Merkmal | Profi-Alarmfunk | WLAN-Alarm (billig) |
|---|---|---|
| Frequenzband | dediziert, z. B. 868 MHz | 2,4/5 GHz (geteilt) |
| Kommunikation | bidirektional, quittiert | oft einseitig / cloudbasiert |
| Komponenten-Überwachung | ✓ permanent | ✗ meist nicht |
| Verschlüsselung | ✓ AES o. ä. | unklar / schwach |
| Störsender-Erkennung | ✓ ja | ✗ nein |
| Stromverbrauch | sehr gering (Jahre) | hoch |
| Abhängigkeit | eigenständig | Router/Internet/Cloud |